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Panzerwaschanlage: hier kommt es nicht auf Hochglanz an

Dass auch Panzer sauber gehalten werden müssen ist völlig logisch. Jedoch kommt es bei dieser Reinigung keinesfalls auf Hochglanz, Politur und tropfenfreie Trocknung an.

Der Truppenübungsplatz Klietz, der sich im Norden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt befindet, verfügt seit dem Jahr 2017 über eine Panzerwaschanlage.

Diese Waschanlage ist so groß, dass gleich vier der schweren Kettenfahrzeuge zeitgleich gewaschen werden können.

Bei der Wäsche der Fahrzeuge handelt es sich ausschließlich um Handarbeit, bei der Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen. Bürsten oder Reinigungsmittel sind bei dieser Form der Fahrzeugwäsche jedoch tabu, da viele Panzer schlichtweg zu groß sind.

Die Wäsche der Panzer erfolgt mit klarem Brunnenwasser ohne Zusatz von Reinigungsmitteln. Große Flächen, sowie kleine Flächen, die besonders anfällig für Ablagerungen von Schmutz sind, werden mit Hochdruckschläuchen gesäubert. Diese Aufgabe wird von den Soldaten selbst übernommen.

 

Ein Panzer ist kein gewöhnlicher Verkehrsteilnehmer. Viel mehr rauschen diese mächtigen Kettenfahrzeuge über das Gelände am Truppenübungsplatz, Felder, Geröll, Waldböden und Wiesen. All das fördert in weiterer Folge die Ablagerung von Dreck an allen Flächen des Fahrzeuges.

Nehmen die Panzer nach abgeschlossener Übung wieder am Straßenverkehr teil, müssen sie von sämtlichen Verschmutzungen befreit werden, um keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darzustellen.

Herunterfallender Dreck führt sowohl zur Verschmutzung der Fahrbahn, als auch zu Einschränkungen der Sicht von anderen Teilnehmern im regulären Straßenverkehr.

Aus diesem Grund müssen die Panzer, die im Gelände unterwegs waren, vor der Teilnahme am öffentlichen Verkehr gründlich gereinigt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

 

In der Panzerwaschanlage wird kein Trinkwasser verwendet. Stattdessen wird die Anlage durch Brunnenwasser gespeist. Die gröbsten Verschmutzungen des Panzers entstehen bei Fahrten durch den Truppenübungsplatz.

Das Wasser der Panzerwaschanlage wird in einem ersten Auffangbecken gefangen. Dies wird als Vorklärung bezeichnet. In diesem Absetzbecken setzen sich Feststoffe ab. Diese Feststoffe können sich aus Pflanzenteilen und grobem Schmutz zusammensetzen.

Im Anschluss müssen diese aus den Wasserrinnen ausgespült werden, um Verstopfungen zu verhindern. In einem weiteren Absetzbecken setzen sich im nächsten Schritt weitere Feststoffe ab. Weiters wird ein Öl-Skimmer eingesetzt. Der Skimmer entfernt das auf der Wasseroberfläche schwimmende Öl. Dieser Ölfilm kann sich im Zuge der Reinigung der Fahrzeuge bilden, da neben Dreck auch Öl, das zum Schmieren der Panzer eingesetzt wird, abgewaschen wird. Das dritte Absetzbecken wird als Sammelbecken bezeichnet.

Aus dem Sammelbecken wird das Wasser entnommen und damit die Abflussrinnen der Panzerwaschanlage gespült. Vom Sammelbecken wird das Wasser in das letzte Becken befördert. Im sogenannten Überlaufbecken wird das Wasser so lange aufgefangen, bis ein bestimmter Wasserstand erreicht ist. Das überschüssige Wasser läuft aus und versickert im Boden. Abgesetzte Schwebstoffe werden extra gesammelt, auf Schadstoffbelastung geprüft und im Anschluss entsorgt.

Ein Zusatz von Chemikalien oder anderen Hilfsmitteln findet in der Panzerwaschanlage keine Verwendung. Ziel dieser Waschanlage ist einzig und alleine, die Sauberkeit für den geregelten Straßenverkehr sicherzustellen.

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